Bankbürgschaft

Eine Bankbürgschaft stellt eine Risikoübernahme seitens der Bank gegenüber einem Dritten dar. Konkret übernimmt die Bank das Risiko für Verbindlichkeiten ihres Kunden einzustehen oder für dessen Bonität zu bürgen. Eine Bankbürgschaft wird in der Praxis in erster Linie in zwei Bereichen verwendet. Im Bereich Privatkunden wird die Bankbürgschaft zum Beispiel im Rahmen eines Mietvertrages genutzt und ersetzt häufig das Mietkautionskonto. In diesem Bereich wird dann oftmals auch der Name Mietbürgschaft verwendet. Die Bankbürgschaft wird außerdem häufig zur Absicherung des Bauvertrags verlangt. Ausprägungen dieser sind die Gewährleistungsbürgschaft und die Vertragserfüllungs-/Anzahlungsbürgschaften. Eine Gewährleistungsbürgschaft oder Gewährleistungsgarantie (engl. "warranty bond") stellt sicher, dass ein Bürge/Garant für die Kosten der Beseitigung von innerhalb der Gewährleistungsfrist auftretenden Mängeln einsteht, falls der leistungserbringende Unternehmer während der Gewährleistungsfrist insolvent werden sollte. Bei den Vertragserfüllungs-/Anzahlungsbürgschaften bezieht sich die Bürgschaft auf die Erfüllung des Vertrags beziehungsweise die Bezahlung der Anzahlungssumme.
 
(www.haushalt-und-finanzen.de, Münchner Kommentar zum BGB, 5. Auflage 2009, Bearbeiter: Habersack, Vor § 765 Rn. 1)